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21.09.2021

Inspiration und Austausch bei der eCulture Convention

Mit spannenden Vorträgen begeisterte die von SSC gesponserte eCulture Convention alle Kunst-, Wissenschaft- und Technikinteressierten. Vom 15.-17.September fand die Convention im Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) statt. Unter den Gästen waren auch einige SSCler, die die Möglichkeit nutzten, sich einzelne Vorträge als Stream anzuschauen. Nach der Eröffnungsrede unseres Geschäftsführers Matthias Stroezel, starteten die internationalen Gäste mit unterschiedlichsten Vorträgen durch.

“Unser Ziel ist, unterschiedliche Interessengruppen aus Forschung und Medien zusammenzuführen und so gemeinsame Ideen und Mehrwert zu schaffen”  – Matthias Stroezel.

Den Auftakt machte am ersten Tag Michael Resch (Leiter des HLRS), der spannende Einblicke in die Potenziale des Supercomputing gab und auf Herausforderungen, die sich daraus für den Mensch und die Gesellschaft ergeben, aufmerksam machte.

“Wir werden zu dem was wir sehen. Erst formen wir die Werkzeuge und dann formen die Werkzeuge uns” – Michael Resch

Darauf folgte ein Vortrag von Bernd Eberhardt und Jan Adamczyk, Vertreter der Hochschule der Medien (HdM). Sie zeigten die neuen Möglichkeiten des Deep Learnings auf und diskutierten die Vorteile und Herausforderungen einer „virtual production“ und wie dadurch die Lehre an der HdM beeinflusst wird. Nach weiteren Beiträgen unter anderem von Farès el-Dahdah (Professor für Kunstgeschichte an der Rice University, Texas) der über die Erstellung interaktiver Landkarten berichtete, leitete Ludger Brümmer (Komponist und Leiter des Hertz Instituts am ZKM) den Abschluss eines erfolgreichen Tags mit einem ausgewöhnlichen Konzert ein.

Der zweite Tag der Convention ging nicht weniger fesselnd weiter, mit einem Vortrag von Yannick Hofmann (Medienkünstler und Dozent am KIT in Karlsruhe), zum Thema „Intelligent Museum“, der dazu anregte, Museen aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Er beschrieb das Museum der Zukunft nicht nur als bloßen Raum, in dem man betrachten, sich treffen und Ideen austauschen kann, sondern auch als ein kognitives System, welches versteht, sich an die Besucher anpasst, interagiert und lernt. Am Nachmittag faszinierten Andreas Kaminski und Sebastian Hallensleben mit den Funktionen einer künstlichen Intelligenz, und demonstrierten, wie „Artificial Intelligence Clones“ aus einem nur 7-minütigem Video einer Person generiert werden können und welche Risiken dies birgt. Die Technik ist mittlerweile so weit, dass echte Menschen teilweise nicht mehr von KI-Bots unterschieden werden können. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür ist die Seite www.thispersondoesnotexist.com, auf der eine KI fotorealistische Portraits von Personen generiert, die es so nicht gibt.

Am dritten Tag präsentierte unter anderem Daria Tataj (Expertin für Innovationsnetzwerke) die von der EU geförderten Kompetenzzentren, die sogenannten Knowledge and Innovation Communities (KICs). Diese haben das Ziel durch Vernetzung und Förderung von Unternehmen, Forschung und Politik, Innovationen und somit auch neue Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Den Abschluss der Convention bildete Bernd Fesel (Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg), der den zuvor gegebenen Einblick in die KICs vertiefte und die Rolle dieser Innovationszentren in Hinblick auf kommende globale Herausforderungen einordnete.

Zum nachträglichen Anschauen steht aktuell noch keine Aufzeichnung der Veranstaltung zur Verfügung. Sobald dies der Fall ist, stellen wir den entsprechenden Link natürlich bereit.

Prof. Dr. Michael Resch, Direktor des HLRS

2021-09-21T16:20:56+02:0021.09.2021|